Voraussetzungen für eine erfolgreiche Messung

Elektrodenhandling:

für Langzeitmessungen bitte ausschließlich folgende Elektroden verwenden:
 
W 55 SG   Strukturvlieselektroden 55mm mit spezieller Solidgel-Scheibe und Polyurethrankleber
 
um eine Vergleichbarkeit der Messdaten zu gewährleisten, sollten diese Elektroden auch für die Kurzzeitmessungen verwendet werden (beim gleiche Klienten können diese Elektroden auch mehrfach benutzt werden, solange diese noch ausreichend fest kleben)
 
Bei der Langzeitmessung empfiehlt sich ein zusätzlicher Verband, um das versehentliche Ablösen der Druckknopfelektroden zu verhindern und auch einen bestmöglichen Kontakt zu gewährleisten.
Als Bandage eignen sich elastische, selbsthaftende Bandagen mit 6 cm Breite.
 
Hautbeschaffenheit: trocken, verletzungsfrei, keine Handlotions oder Cremereste
Hautvorbehandung: Reinigen mit handelsüblichen alkoholhalten Desinfektionslösungen (kein Ethanol sondern Propanol) ohne mechanische Reizung der Haut.
Vor dem Verkleben muss die Hautoberfläche trocknen sein.
Verkleben der Elektroden: festes gleichmäßiges Andrücken der Elektroden an der geöffneten, nicht überstreckten Hand über mehrere Sekunden zur Aktivierung des Klebers.
normierter Klebeort Hand:  hypothenar, Orientierung: Hautfalte proximal am kleinen Finger = Oberrand des Papiers der 1. Elektrode.
Die 2 Elektrode wird unterhalb der 1. Elektrode verklebt; die Gelscheibe liegt dabei direkt unterhalb des Papierrandes der 1. Elektrode
(Abstandsnormierung)
normierter Klebeort Fuss : an der lateralen Fusseite , Orientierung: unterhalb der Caput metatarsale  (Mittelfußknochenkopf) = Oberrand des Papiers der 1. Elektrode.
Die 2 Elektrode wird unterhalb der 1. Elektrode verklebt; die Gelscheibe liegt dabei direkt unterhalb des Papierrandes der 1. Elektrode
(Abstandsnormierung)
 
Kontrolle der korrekten Verklebung der Elektroden: Andrucktest
Der Proband selbst (möglichst mental unbeteiligt) drückt beide Elektroden gegen einen festen Widerstand (z.B. seinen eigenen Oberschenkel) - dabei darf sich während des Druckes der Hautleitwert NICHT erhöhen und nach Lösen des Druckes abfallen, sondern auf dem gleichen Niveau bleiben. Ein ggf. geringfügiger Abfall während des Andrucktestes ist unproblematisch und durch die Kompression des Unterhautgewebes erklärbar.

Protokollführung
Der Patient/Anwender muss während der 24 Stunden - Messung ein Protokoll führen,
ansonsten sind die Messdaten nicht aussagefähig !

Obligatorisch sind 3 Angaben:

wenn vorhanden, sollte unbedingt noch die

mit angegeben werden.

Die Entspannung darf nicht passiv sein (TV­, Lesen, PC-Spiel), sondern aus eigenen derzeitigen Ressourcen erfolgen (Autogenes Training, Yoga, Jacobson, Gedankenabschalten aktiv).

Das Protokoll kann während der Messung direkt übe­r die Menüführung im MBS K3 eingegeben werden; es gibt alternativ ein Aktivitätsprotokoll, da­s per Hand ­ausgef­üllt werden kann, wobei die Tätigkeiten immer in einer Zeitspanne von / bis eingegeben werden müssen (eine einmalige Uhrzeitangabe kann nicht als Phase in die Software eingegeben werden). Diese können dann nachträglich ­in die Software eingefügt werden.

Die Software errechnet die Mittelwerte der markierten Protokollphasen und überträgt die Daten automatisch in den Auswertbogen.

Aus den Phasen der Wahrnehmung (Eustress/ Dysstress / Neutral / Müdigkeit) sind anhand der Mittelwerte die individuellen Werte der Person erkennbar. Diese Information kann auch noch nachträglich beim Patienten erfragt und ergänzt werden.

Bei Folgemessungen werden stets die gleichen Werte erreicht, wenn die Elektroden wieder genau am gleichen Klebeort platziert werden; d.h. wenn der Patient/Anwender angibt, bei 25 µS Stress zu haben, wird in den Folgemessungen bei ihm wieder 25 µS und mehr bei Stress gemessen werden.­